Grippe zum 2.: Mundartstammtisch fällt aus

Pünktlich am Tag der Muttersprache hat auch uns nun die Grippe erwischt, und wir müssen unseren für Freitag, 23. Februar, geplanten Mundart-Stammtisch absagen. Das Stammtisch-Thema “Die magische Zahl 12” holen wir aber nach. Versprochen.


Damit Ihr nicht zu traurig seid, und wir dennoch für etwas Heiterkeit sorgen können, hier ein Netzfundstück, das mir eine Kollegin geschickt hat. So viel zur Notwendigkeit des “Tags der Muttersprache”:

Dr Schorsch vrzählt vom 17. Februar 2018

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

Manche graust’s oifach vor gar nix. Es isch jâ gelegentlich so, dass manche aus Sch***e Geld machet, dass jetzt abr dâ drmit au Politik gmacht wird, des isch mr neu. Was isch passiert? A paar Vrrückte henn doch scheint’s einige Bäum uff em Gelände vom neua Stuttgarter Bâhhof mit dem Sch**ß’ von dene Juchtakäfr vrschmiert.
Weil mir jâ entzwischa en ra vrückta Welt lebat, henn dia gmoint, des könnt den Bau von dem Bâhhöfle nomal a bissle vrzögra. Weil der krabbelnde Liebling äller Bâhhof ’s Gegner isch ja bekanntlich so bsonders, so herzig, so goldig ond vor ällem so selta, dass mr’n schütza muss. Blöd isch jetzt bloss, dia Spezialischta
bei der Bâhhofs-Bauer henn gar koin Juchtakäfr an denen Bäum gefonda, sondern – oh Wonder – bloß seine Henderlassaschafte. Dr Schorsch kâ bloß drzua sage: Was für’n Scheiß.
A guate Woch’ ond em Herrgott sein Sega

Verflixte Grippe: “Blaue Nacht” erst am 3. März

Lou Hoffner ist unendlich traurig. Mit einer schweren Grippe liegt sie im Bett – ohne Stimme, aber mit Fieber. Jetzt hoffen wir und sind zuversichtlich, dass sie bis Samstag, 3. März, 20 Uhr, wieder bei Kräften und Stimme ist, um uns eine wundervolle “Blaue Nacht” zu präsentieren. Wir wünschen alle baldige Genesung.

Natürlich behalten alle Eintrittskarten für den neuen Termin ihre Gültigkeit.

 

Dr Schorsch vrzählt vom 10. Februar 2018

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

Jetzt wird’s langsam herb mit dem Fasching. Am Schorsch sei Mage gibt langsam dr Geischt uff. Seit Dienstag haut’r sich jetzt jeden Tag vom ma andera Bäckr mit Gsälz gefüllte Fasnetsküchla nei, bloss om feschtzomstella, wer dia Beschte hât. Bis Dienstag will’r des no durchhalte, ond tapfer Schmalzbackene begutachte ond prüfend kaua. Wobei er jetzt scho woiß vom wem die allerbeschte send: Natürlich dia von seinra Frau. Gott sei Dank fangt am Mittwoch dia Faschtazeit â.

A guate Woch’ ond em Herrgott sein Sega

Zum Dritten: Dr Schorsch in der Bütt

Im dritten Jahr las dr Schorsch als “Schwäbischer Landbote” im rheinischen Karneval den Großkopfeten die Leviten. Bei beiden Prunksitzungen des KG Schwarz-Gold Baudobriga hörten ihm im Rahmen eines “schwäbisch-rheinländischen Kulturaustauschs” jeweils 250 Jecken in der Bopparder Stadthalle zu. Hier, exklusiv für die Besucher unserer Homepage, die Büttenrede 2018:

Als Schwäbischer Landbote bin ich wieder bei Euch,
und spiel den Großkopfeten wieder so manchen Streich.
Mit Freude und Lachen gehen wir auf die Gass‘
und jetzt im Karneval, da haben wir unseren Spass.
Verblendete Deppen, die können uns heut‘ nicht schrecken,
die sollen uns auf gut schwäbisch am Hintern lecken.

Im dritten Jahr bin ich jetzt hier,
und die Bütt‘ in Boppard ist mir ein groß‘ Plaisier
zu schwätze als schwäbischer Landbot‘ ist mir ein Genuss,
doch bei manchen Narren gibt‘s Verdruss.
Als Schwabe muss ich ein bisschen lachen,
den Humor und Karneval sind für manche ganz ernste Sachen.
Die Bälzer Knorrköpp sind nicht ganz gscheit‘
Und sprechen vom „Einkauf aus Schwaben“, wohl voller Neid.
Doch liebe Baudbriga eins ist für mich ganz sonnenklar
Ich reime bei Euch weiter, ganz ohne Honorar.
Es ist für mich eine Geste der Freundschaft, und eine Ehr‘
Und hätten die Knorrköpp einmal die Begehr‘
Auch einen Schwaben zu hören, bei ihrer Karnevalsfeier,
ich versprech’s Euch in die Hand: Das wird unendlich teuer.

Ach, was leben wir in gefährlichen Zeiten,
Zwei durchgeknallte Deppen, die üben sich im Streiten:
Der Trump, das ist der mit der blonden Frisur,
und Kim Jong Ung, der mit der Kantschädel-Rasur,
haben ein Patt,
bei der Frage, wer den Größeren hat.
Es geht natürlich um den Knopf, den Roten,
mit dem einer der beiden Idioten,
mit schneller Hand,
bringt die ganze Welt in Brand.
Die Vernunft wird die beiden wohl nicht beglücken,
uns bleibt der Wunsch, dass sie den Knopf nicht drücken.

In Hamburg trafen sich die Wichtigsten der Welt
was manchem Idioten nicht gefällt.
Vermummt und mit wenig Verstand
plünderten sie durch‘s Land.
An Autos legten sie dann Feuer
Für Bürger wurde dies recht teuer.
Von Reue keine Spur
Nach ihrer Krawalltortur.
Die Bürger werden von G20 gar nichts spüren,
so tat sich Olaf Scholz zum Herbergsvater küren.
Das klingt im Rückblick etwas schal
Dennoch, die Chaoten sind der Skandal.
Die Ärmsten bei der ganzen Prügelei,
dass warn die Kräfte von der Polizei.

Ich sag’s Euch mit Verlaub,
der allgegenwärtige Feinestaub,
der wird uns alle wohl noch meucheln.
Politiker, die ihre Sorge darüber heucheln,
sind über dieses Thema ganz verzückt
und machen damit die Bevölkerung ganz verrückt.
Die Wissenschaft sieht’s dagegen ganz klar,
den Feinstaub gibt’s im zig-millionsten Jahr.
Der Leiter vom Fraunhofer-Institut
Hatte doch tatsächlich den Mut,
die Diesel-Stinker zu entlasten,
weil diese mit Feinstaub die Luft kaum messbar belasten.
Denn 90 Prozent des Feinstaubs kommen aus der Natur,
das wirft die Bedenkenträger jetzt aus der Spur,
und deren Argument von künftig Millionen Toten und Kranken
kommt damit natürlich bedenklich ins Wanken.

Es war einmal ein Buchhändler aus Kerpen,
der wollte Brand, Schmidt und Schröder beerben.
Als Heilsbringer und Messias wurde er verehrt,
doch der Wähler hat ihn eines Besseren belehrt,
Das Martinle sah sich schon auf dem Kanzlerinnenthron,
als Verlustbringer erntete er zunächst Spott und Hohn.
Sein lautes Nein, gleich am Abend der Wahl,
brachte für die Angie mit Jamaika so manche Qual.
Doch drängte dann der sozialistische Führungs-Tross
seinen sich zierenden Boss,
erneut in die ungeliebte große Koalition
das war schon eine bemerkenswerte Aktion.
Die Sozen haben Angst vor der eigenen Courage,
der Parteitag wurde fast zur großen Blamage.
Dennoch war er eine große Medienschau,
das Motto: „Wer hat Angst vor der schwarzen Frau.“

Die Jusos üben sich indes in Krawall
Und lehnen die GroKo ab, in jedem Fall.
Die nötige Staatsräson
Bespucken sie mit größtem Hohn.
Verstehen muss man dies natürlich nicht.
Denn ist es nicht die vornehmste Pflicht,
die Verantwortung für das Land zu übernehmen?
Mein Gott, die sollten sich was schämen.
Es waren dann die starken Frauen,
die taten sich was trauen.
Und mit Charme und Argumenten
konnten sie dem Schulz die Abstimmung schenken.
Ich sage es ganz barsch
taffe Frauen retteten ihm den Arsch. TUSCH

Um einen ist es gar nicht schad‘,
um den Unrasierten auf dem FDP-Plakat.
Lindner gab sich lässig, ganz als Macher,
bei der Sondierung dann der Kracher.
Es schmiss hin, ganz verantwortungslos,
Vermutlich hat er ein keine Eier in der Hos‘.

Bekanntlich machen Kleider Leute,
so war es und so ist es heute.
Nur allzu schnell hat man vergessen,
der grüne Özedmir war so versessen,
nahm vom Hunzinger viel Geld und Honorar
– mit einer Schamfrist von gut 20 Jahr.
In die Regierung wollte er, mit aller Gewalt,
doch dann stellte ihn der Lindner plötzlich kalt.
Ich hätte es schon sehr gern erlebt,
wenn Ankara vor Ängsten bebt.
Der Özdemir als Chefdiplomat,
hätt‘ sicherlich manch scharfes Wort parat,
und könnt dem Erdogan, dem Bösen,
auf Türkisch die Leviten lesen.

Mit Haschisch in den Taschen
Hast Du immer was zum Naschen.
Das war das Motto in meiner jungen Zeit,
jetzt stellt die Kasse die Droge bereit.
In Berlin gab’s darüber Zoff,
doch wer Schmerzen hat, bekommt den Stoff.
Nun eine Bemerkung ganz am Rande:
Man sieht, die politische Bande
ist nicht zu beneiden,
muss wohl unter Schmerzen leiden,
ist im Oberstübchen nicht ganz fit,
und braucht wohl täglich ihren Shit.

Zermartert hab‘ ich mir das Hirn,
und traurig runzelt sich die Stirn:
2017 war in Boppard fad,
für eine Büttenrede ist das schad‘.

Die Industrie, die ist doch sehr gerissen
wir Kunden, werden aber angeschissen.
Man hört‘s und ist dabei verschreckt
Maggi und Nutella ändern das Rezept.
Das können wir noch akzeptieren
und werden halt den Geschmack probieren.
Doch Milka, das versteht doch keiner,
macht seine Schokotafel einfach kleiner.
Für Milka macht das richtig Sinn
vergrößert es doch den Gewinn.
Ganz still und leise macht man das
ich finde das unendlich krass.
Ich lass‘ mich nicht für dumm verkaufen
und werde künftig andre Schoki kaufen.

Schon in der Bibel steht geschrieben,
der Adam soll die Eva lieben.
Bis gestern gab es Mann und Frau,
man sah es auf den ersten Blick genau.
Es macht mir schon etwas Verdruss,
weil damit ist nun endgültig Schluss.
Ein drittes Geschlecht soll es nun geben,
und sicherlich werden wir’s erleben:
Ein „Es“ und „Er“ und „Sie“ und „Es“ werden sich vermählen,
und manches Amt dann damit quälen.
Merkwürdig ist der Mensch als Kreatur,
denn in der restlichen Natur
gibt weiterhin nur Mann und Frau,
und damit halt ich’s auch – Helau.

Noch nicht genug mit Blödeleien,
ein Sex-Gesetz wird uns kasteien.
Bevor das Liebespiel beginnt,
müssen wir nun ganz geschwind
den Ablauf schriftlich formulieren,
und dabei anwaltliche Hilfe konsultieren.
Wie lange und wie oft, wird formuliert,
bevor man kopuliert.
So weiß ein jeder ganz exakt,
was abgeht, wenn’s sie’s beide packt.

Man kann es wirklich nicht begreifen,
die Männer mit den lauten Pfeifen,
müssen sich nun beugen,
vor denen, die das Spiel beäugen,
weit weg in einem dunklen Raum
– das ist so blöd, man glaubt es kaum.
Der Fußball geht so in die Binsen,
doch die, die Geld verdienen grinsen:
Die Bundesliga ist ein Geschäft,
das man nun denen überlässt,
die ohne Freud‘ und Emotion
bunkern Million um Million um Million.
Ich sag’s Euch ganz ohne Spaß,
mein Urteil das ist nun etwas krass:
Der unsägliche TV-Beweis,
das ist der allergrößte Scheiß.

Doch bleiben wir bei den Moneten:
Es gibt auf unserem Planeten,
in kurzen Hosen einen jungen Mann,
der ganz gut kicken kann.
Klar, der wechselt nicht – einfach für Umme.
Doch unanständig war die Summe:
200 Mio’s hat man für Neymar gegeben,
wie viele hungernde Kinder könnten damit überleben?

Mit Drogen haben sie‘ geschafft,
denn diesen geben Sportler Kraft.
Die Russen haben‘s gänzlich übertrieben
Und werden nun nicht nach Korea fliegen.
Der Olympionike Bach, der blieb ganz lang stur
Und machte eine unglückliche Figur.
Vorbei die Freude an Olympia,
das wir nun auch dem Dümmsten klar,
der Sport, der wird zur Handelsware
und liegt nun wimmernd auf der Totenbahre.
Der Internationale Sport-Gerichtshof,
der ist unglaublich doof
Er hat am Donnerstag das IOC doch blamiert
Und 28 russische Doper einfach rehabilitiert.

Vor Luther haben wir uns tief verneigt,
die Reformation hoch und runter gegeigt.
Das Mönchlein war ein schlauer Kopf
Und hat so manchen alten Zopf,
Vor 500 Jahren ist das passiert.
Ganz einfach wegrasiert.
Viele Sprüche gibt’s vom klugen Mann,
die man nun hier zitieren kann.
Doch ich mach‘s mit Luther, ganz kurz:
Aus einem verzagten Arsch, kommt kein fröhlich‘ Furz.

Ich sag’s Euch klipp und klar,
wir freuen uns auf dieses Jahr
Das Leben soll uns nichts vermiesen
mit Lust und Frohsinn werden wir‘s genießen.
Was mir zum Schluss, auch in diesem Jahr noch bleibt:
Ich wünsch’ Euch eine gute Zeit,
will Euch einen Herzenswunsch noch geben,
macht’s gut, mit unserem Herrgott seinem Segen. HELAU

Ein paar Impressionen von Jazz-Beanzz

Einen lange nachhaltenden Abend konnte wir mit den Jazz-Beanzz und ihrem Programm “Coffeefeeling” im Cafe-Bricklebrit erleben. Hier noch einige Impressionen, mit Dank an den Fotografen Simon Zwingert:


Ganz anders, aber trotzdem unbedingt sehenswert am Samstag; 3. Februar, 20 Uhr, im Schwäbischen Lieder- und Geschichtenhaus:

Café & Vesperstube mit Kleinkunstbühne, Seminare. Liebevoll ausgestaltet auch für private Feiern, Gruppenhocks und Radlerstation